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FAQ

Fragen und Antworten rund um die Notbeleuchtung.


Fragen und Antworten rund um die Notbeleuchtung.


Q. Welche rechtlichen Fragen sind vor der Errichtung einer Notbeleuchtungsanlage zu klären?

  • Fällt die bauliche Anlage in den Geltungsbereich der ÖVE/ÖNORM E 8002? 
  • Gibt es in der baulichen Anlage Arbeitsräume oder Arbeitsplätze mit besonderer Gefährdung (§9 Arbeitsstätten-Verordnung)?
  • Handelt es sich um eine Veranstaltungsstätte im Sinnen landesrechtlicher Bestimmungen (z.B. Wiener Veranstaltungsgesetz)? Gibt es in Genehmigungsbescheiden Anforderungen für eine Notbeleuchtung?


Q. Wo muss eine Notbeleuchtung installiert werden?

Für folgende bauliche Anlagen wird zufolge der verbindlichen ÖVE/ÖNORM E 8002 und der Arbeitsstättenverordnung eine Notbeleuchtung gefordert:

  • Veranstaltungsstätten, Kinos, Theater
  • Verkaufsstätten und Ausstellungsstätten
  • Hochhäuser
  • Gaststätten
  • Fliegende Bauten
  • geschlossene und offene Großgaragen
  • Schulen
  • Flughäfen, Bahnhöfe
  • Sakralbauten, so fern in einem Genehmigungsverfahren festgelegt
  • Rettungswege in Arbeitsstätten
  • Arbeitsplätze mit besonderer Gefährdung


Q. Was sind die Grundanforderungen an ein Rettungszeichen?

Die Anforderungen an Rettungszeichen der Sicherheitsbeleuchtung sind in der ÖNORM EN 1838 geregelt. Rettungszeichen der Sicherheitsbeleuchtung gibt es als beleuchtete oder als hinterleuchtete Ausführung.

Mindestens ein Rettungszeichen muss von jedem Standpunkt auf dem Fluchtweg erkennbar sein.

  • Das Rettungszeichen muss aufgrund der Erkennungsweite eine klar definierte Größe aufweisen:



Die Maße des Rettungszeichens lassen sich standort-individuell berechnen.
d = Erkennungsweite (= p • s)
p = Höhe des Piktogramms
s = 100 für beleuchtete Rettungszeichen bzw.
s = 200 für hinterleuchtete Rettungszeichen


Q. Wie oft muss eine Notbeleuchtungsanlage überprüft und gewartet werden?

Je nachdem, welches System für die Notbeleuchtung installiert ist, sind unterschiedliche Prüfungen und Wartungsarbeiten erforderlich:

  • Elektrische Anlagen sind regelmäßig gemäß ÖVE/ÖNORM E 8001-6-62 und ÖVE/ÖNORM EN 50110 zu prüfen.Die Beleuchtungsstärke ist alle 2 Jahre zu messen.


Q. Was ist im Betrieb einer Batterieanlage zu beachten?

Wöchentlicher Funktionstest für Einzelbatterieanlage – bei einer automatischen Prüfeinrichtung genügt eine jährliche manuelle Prüfung der Gerätefunktion.

  • Täglicher Funktionstest für Gruppenbatterieanlage und Zentralbatterieanlage – bei einer automatischen Prüfeinrichtung genügt eine jährliche manuelle Prüfung der Gerätefunktion.
  • Jährliche Überprüfung der Bemessungsleistung der Batterieanlage. Wenn bei der Prüfung der Batterie weniger als zwei Drittel der erforderlichen Nennbetriebsdauer festgestellt wird, ist diese zu erneuern.


Q. Was ist im Betrieb eines Notstrom-Aggregats zu beachten?

  • Monatlicher 1 h Test mit 50 % der Last.
  • Jährliche Überprüfung, ob die Bemessungsleistung der Sicherheitsstromquelle noch dem erforderlichen Verbraucher-Leistungsbedarf entspricht.
  • Prüfung der Mindestkraftstoffreserve.


Q. Welche Piktogramme sind für Rettungszeichenleuchten zulässig?

 Die genaue Ausführung der Sicherheitszeichen ist in folgenden Normen und Verordnungen geregelt:

1.) ÖNORM Z 1000 Teil 2 – Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichen

In der Tabelle 4 Punkt 6 sind die möglichen Rettungszeichen abgebildet. Kombinationen der angeführten Rettungszeichen sind zulässig.

2.) BGBL. II Nr. 101/1997 Kennzeichnungsverordnung –KennV

Unter Punkt 1.4 sind die zulässigen Rettungszeichen angeführt, auch die „grüne“ Farbe für die Piktogramme ist durch diese Verordnung vorgeschrieben. Die Sicherheitsfarbe Grün muss mindestens 50 % der Oberfläche des Zeichens ausmachen.

Weitere Anforderungen (Leuchtdichte, Erkennungsweite usw.) an die Sicherheitszeichen bzw. Piktogramme sind auch in der ÖNORM EN1838 - Angewandte Lichttechnik Notbeleuchtung  angeführt (siehe auch FAQ: Was sind die Grundanforderungen an ein Rettungszeichen?).

Es ist daher nur die Verwendung von Sicherheitszeichen bzw. Piktogrammen zulässig, die den angeführten Vorschriften entsprechen (siehe z.B. Abbildungen 1 und 2), alle anderen Formen bzw. Farben dürfen nicht eingesetzt werden (siehe z.B. Abbildung 3).

 

 

   
Abbildung 1 – zulässig  Abbildung 2 – zulässig

 

 
Abbildung 3 – nicht  zulässig  


Q. Wie sind die Aufstellungsbedingungen für Gruppen- und Zentralbatterieanlagen?

Antwort


Q. Ist für Sicherheitsbeleuchtungsanlagen ein VEXAT-Dokument erforderlich?

Ob in einem Aufstellungsort einer Sicherheitsbeleuchtungsanlage explosionsgefährdete Bereiche auftreten können hängt von der Be- und Entlüftung des Aufstellungsortes ab. Der erforderliche Luftvolumenstrom wird von der eingesetzten Batterietype und dem Ladeverfahren bestimmt.

Die Aufstellung einer Sicherheitsbeleuchtungsanlage darf nur durch eine befugte Firma erfolgen, sodass die ordnungsgemäße Ausführung der technischen oder natürlichen Belüftung sichergestellt ist.

So ferne die Lüftungsanforderungen und Aufstellungsbedingungen nach ÖVE/ÖNORM EN 50272-2 eingehalten werden, ist der Aufstellungsort (Batterieraum oder Batterieschrank) einer Sicherheitsbeleuchtungsanlage als nicht explosionsgefährdet zu beurteilen, da sich keine explosionsgefährdete Wasserstoffkonzentration bilden kann.


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